12.03.2016 dritte Wüsten Etappe: Tiefsand, Strand, Müll und Fischerdörfer

Hallo zusammen,
Heute Morgen ging’s direkt mit Tiefsand-Langstrecke los! Direkt mehrere Kilometer am Stück nur Sandpiste, so dass wir nur nacheinander fahren können. Zu Beginn einen Hügel rauf, hier verliert auch der ein oder andere seine Stoßstange, aber das tut der Sache keinen Abbruch und ab weiter. Mit mehreren Zwischenstopps geht es tatsächlich auf und ab durch die Sanddünen Richtung Meer. Gegen zwei erreichen wir dann das Meer… Die Aussicht genial!!! Wenn nicht der ganze Müll hier überall wäre!! Unmengen liegen hier überall rum. Ob das nun die Einheimischen so machen oder ob das die Touris, die hier zum „Abenteuer“-Urlaub hier sind, hinterlassen? Wer weiß? Wir sammeln immer unseren Müll, also unser Tross, und wir verbrennen den dann immer morgens bei der Abfahrt, weil wohin mit dem Zeug? Unser Trupp von rund 90 Leute produziert jeden Tag eine ganze Anhänger Ladung Müll. Man macht sich die Sache so lange nicht bewusst bis man dort ist wo es keine „öffentlichen“ Mülltonnen gibt. Und das selbe Problem haben die Einheimischen… Eine öffentliche Müllentsorgung gibt es hier nicht, also wird der Müll im besten Fall auf einer Halde gesammelt aber durch den Wind der hier unentwegt weht, wird der ganze leichte Kramm großflächig verteilt. Angesichts dieser sinnlosen Sammelei wird dann scheinbar der Kram einfach direkt an Ort und Stelle gelassen. Das man den Müll vielleicht vergraben kann daran hat bisher auch noch keiner gedacht…
Wir fahren weiter und durch queren zuerst ein verlassenes Fischerdorf, auch hier das gleiche Bild; Müll überall! Aber auch zwischen durch wieder tolle, scheinbar unberührte Plätze am Strand. Als nächstes taucht nun ein größeres Dorf vor uns auf und wir fahren auch wieder auf einer befestigten Straße. Kaum das die ersten Wagen im Dorf angekommen sind, sind auch sofort jede Menge Kinder da die immer wieder „Cadaux?! Cadaux?!, Geschenke?! Geschenke?!“ rufen. Man muss hölisch aufpassen das man niemanden überfährt weil sie kopflos auf die Straße rennen, denn jetzt gilt es, jetzt sind die Touris da, haben oft Zeugs zum Verteilen dabei!! Einige mitgebrachte Stoftiere, Kullis, Blöcke, Fußbälle und Kleinigkeiten finden neue Besitzer. Wir machen auch eine Pause bevor wir auf den Strand fahren da wir noch Flut haben und dort noch kein Platz für die Autos ist. Bei zurück gehenden Wasser werden wir es versuchen, ich sage versuchen weil wir müssen um auf den Strand zu gelangen durch einen breiten Tiefsand Bereich fahren.
Wir starten und zwar von einem Dorfplatz aus wir sollen im zweiten Gang mit Schwung rüber und dann wenn’s wieder fest ist, kurz vor der Wasserkante links herum auf den Strand fahren. Unser Bulli schafft es ohne Probleme. AnToMi schafft’s auch aber ihr Unterfahrschutz aus Dakhla „schäppt“ so viel Sand das er umgebogen wird und sich nun wie ein Schneeschild in den Sand stemmt und den Bus bremst! Der muss runter!!! Schnell wird der Schild abgebaut und der Bulli kann sich auch einreihen. Nach dem denn alle den Strand sicher erreicht haben geht die Fahrt weiter immer den Strand entlang Richtung Süden. Wir fahren etwa 20 km! Ist das eine Kulisse!!! Links von uns Sahara mit ihren Dünen bis zu Strand, rechts von uns der blaue Atlantik!!!! Und wir… im wahrsten Sinne des Wortes… Mitten drin!!!!! Nach den 20 km suchen wir uns einen Platz um uns einzusanden, will heißen, wir machen Quartier und fahren die Autos so weit hoch, das die Flut uns nicht vom Strand spült. Also jetzt mal mit Absicht ab in den Tiefsand und eingraben! Und dann nix wie ab ins Wasser!!!! Ein gelungener Abschluß des Tages… Blauer Himmel, Strand, Meer und Bier!!! Und sonst kein anderer Touri weit und breit!!! Heute abend plündern wir unsere letzten Reserven, denn morgen erwarten uns big city lights! Die Hauptstadt von Mauretnien, Nouakchott! Hier können wir zwar noch kein Bier kaufen aber können uns mit allen andern wieder eindecken.
Fazit: Strand, Meer, Sonne, Sahara und eine kurze Auszeit im Wasser!!! TOP!!!!
Gruß… Euer Team Schmanddippe