17.03.2016 Saint Louis – Banjul, Gambia: Lange Staubpisten, Warten im Treibhaus und Präsidenten Karawane aber wir sind da!!!

Hallo zusammen,
nach langer elektronischer Abwesenheit (auch hier in Banjul läuft das Internet/ WiFi nicht überall richtig gut), hier nun unsere Ziel-Etappe in ein paar Worten.
In Saint Louis sind wir a Morgen schon um 6 Uhr aufgebrochen. Die Kilometer selber waren nicht unbedingt der Grund dafür, viel mehr waren es die Umstände… Zum einen die Straßenverhältnisse und zum anderen die Grenze Senegal – Gambia und des Weiteren die Fährverbindung über den Gambia River.
Rund 400 km über ne staubige Schlaglochpiste mit dem sogenannten Schlagloch Bingo wurde uns prophezeit, und das im Konvoi. Das schaffen wir nicht unbedingt in 5 Stunden! Aber es war dann nicht ganz so schlimm! Die Straße wird gemacht und wir fahren neben der Straße auf dem Baustellenweg… also nicht ganz 400 km sondern nur gut 300… !!! Man muss sich das so vorstellen wie in einem unerschlossenen Neubaugebiet dort wo auf der Straße noch keine Teerdecke aufgebracht wurde. Staubige Wellblechpiste mit Sandkulen tiefen ausgefahrenen Spurrillen und LKW-Gegenverkehr. Höchstgeschwindigkeit zwischen 30 und 60km/h… Also alles in Allen… sehr spannend und anstrengend, aber die Orgs meinten später diese Baustellenpiste ist zehn Mal besser gewesen als die alte Straße! Ohne weitere Ausfälle erreichen wir dann tatsächlich gegen 2, halb drei die Grenze. Auch das Wetter hat sich immer mehr verändert… es wird immer schwüler je näher wir dem Grenzfluss, The Gambia River, gekommen sind. An der Grenze angekommen hält sich die Freude jetzt unserem Ziel so nahe gekommen zu sein doch sehr in Grenzen! Es ist einfach zu heiß… und eine Luftfeuchte, die einen an eine Sauna denken lässt. Gefühlte 40 Grad und 80% Wasser in der Luft. Schatten und bewegte Luft sind jetzt sehr begehrt. Aber jetzt geht das Warten los. Vor allen Dingen hören wir, dass die Grenze geschlossen ist und die ganzen LKWs an denen wir jetzt bei der Grenze vorbei fahren schon seit mindestens drei Wochen hier campen!!! Aber tatsächlich warten wir nur eine Stunde und wir dürfen nach Gambia einreisen!! Puh das ging jetzt schnell (später erfahren wir das die Einreise bis zu Letzt gar nicht sicher war!!!)… und weiter geht nun noch knappe 20 km zur Fähre. Und hier nun dauert das Warten tatsächlich etwas länger. 45 Autos müssen über den Fluss, es sind zwei Fähren da und es dauert bis alle über den Fluss setzt werden. Gegen sechs, halb sieben haben es alle geschafft. So nun noch gut 200 km bis Banjul und wir haben unser Ziel geschafft! Auf den Straßen hier rechnen wir mit drei Stunden aber auch hier kommt es anders! Der Präsident und Oberkommandant der gambianischen Streitkräfte geruht einen kleinen Ausflug zu unternehmen. Und zwar auf unserer Strecke! Also bekommen wir irgendwo auf freier Strecke – so gegen 9 Uhr -die Order anzuhalten und en Motor das Licht aus Zuschalten und zu warten bis seine Durchlaucht in seinem Konvoi an uns vorbei gerauscht ist zu warten! Dass das auch so umgesetzt wird, wird dann natürlich durch verschiedene zivile und militärische Vortrupps sichergestellt. Und dann nach gut anderthalb Stunden rauschen Pickups mit Militär, Busse, LKWs mit Kanonen auf der Pritsche an uns vorbei, gefolgt von zwei gestretchten, dreiachser Hummer und wieder Militär Pickups und LKWs. Nach dem ganze Spektakel geht es endlich weiter… wir spulen die letzten Kilometer runter und erreichen endlich das Blue Kitchen in Banjul, Sukuta, Gambia um 11 Uhr am Abend!!! Endlich wir sind am Ziel!!!!!!!!!!!!!!!!
Für Party und Spökes hat heute wirklich keiner mehr Lust und Energie, deshalb bleibt hier auch die Freude verhalten… nur was Essen und dann Hotel!! Es reicht… ABER WIR SIND AM ZIEL!!!!!!!!!!!
Geschafft!!! Mission erfüllt!!!!==> Wir sind in BANJUL, GAMBIA!!!!
Gruß… Euer Team Schmanddippe

PS: Die Bilder der noch fehlenden Bilder habe ich an die entsprecheden Blogs der anderen Tage angehangen. Ab dem 09.03 findet ihr jetzt auch was… Viel Spaß…